Förderung, Pflege und Erhaltung von Kultur und Landschaft im mittleren Enztal
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Wässerwiesen

Die Roßwager Wiesenaue ist mit einem Netz von Be- und Entwässerungsgräben durchzogen. Das Bewässerungssystem umfasst Gräben, die zusammen 7 km lang sind, mit 48 Fallen und Schiebern.

In früheren Jahrhunderten, als es noch keine Mineraldünger gab, war die Wíesenwässerung ein verbreitetes Mittel um den Ertrag zu steigern. Gräser und Kräuter wuchsen schneller und dichter, und meist war ein zusätzlicher Schnitt möglich. Die Wässerwiesen in Roßwag existieren schon sehr lange, erste Hinweise stammen aus dem Jahr 1558.

Die Anlage in ihrer heutigen Form gibt es seit dem Jahr 1923. Im Rahmen des Elektrizitätswerksbaus in Mühlhausen wurde eine Zubringerleitung installiert, die das Wasser vom Oberkanal in die Wässergräben einspeist.

Seit dem Jahr 1984 ist die Enzaue (oder das „Tal“ wie die Roßwager sagen) als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Mit einer Fläche von 50 ha sind die Roßwager Wässerwiesen die größten und am besten erhaltenen ihrer Art im Landkreis Ludwigsburg.

In den letzten Jahren wurde die Bewässerung nur noch in sehr trockenen Jahren in Gang gesetzt. Das wird sich ändern, ab dem Jahr 2017 soll die  Enzaue wie früher wieder regelmäßig nach dem ersten Schnitt bewässert werden. Nur in nassen Frühjahren entfällt künftig die Bewässerung.

Unser Verein hat die Wiederaufnahme der regelmäßigen Bewässerung angeregt. Wir erwarten dadurch eine ökologische Aufwertung des gesamten Areals und insbesondere eine verbesserte Nahrungsgrundlage für den Weißstorch, der in Roßwag als Brutvogel wieder angesiedelt werden soll. ( Stand Dezember 2016)

Tafel_Waesserwiesen

Plan der Bewässerungsanlage

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